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30.11.2017

Auszeichnung für Leistung und Engagement - Leibniz-Auszubildenden-Preis nach Bonn, Berlin und Jena

Veröffentlicht am:

30.11.2017

Veröffentlicht von:

Christoph Herbort-von Loeper M.A.
Leibniz-Gemeinschaft

Kategorie:

Personalia

Buntes aus der Wissenschaft

 

Übersicht:

Die Leibniz-Gemeinschaft hat ihren Auszubildenden-Preis 2017 an eine Tischlerin aus Bonn, eine Softwareentwicklerin aus Berlin sowie eine Biologielaborantin aus Jena vergeben. Prämiert wurden Auszubildende, die neben sehr guten fachlichen Leistungen ein überdurchschnittliches, soziales Engagement über die Ausbildung hinaus zeigten.

 

Beschreibung:

Anna Schmideder vom Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere in Bonn (erster Preis), Chiara D’Alonzo vom Weierstraß-Institut für angewandte Analysis und Stochastik in Berlin (zweiter Preis) und Dorothee Eckhardt vom Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut in Jena (dritter Preis) sind die Trägerinnen des Leibniz-Auszubildenden-Preises 2017. Zu nominieren waren Auszubildende an Leibniz-Einrichtungen, die ihre Abschlüsse im Ausbildungsjahr 2016/2017 mit hervorragenden Leistungen und einem hohen Maß an sozialer Kompetenz beendet haben.

 

Anna Schmideder (25) wurde von 2014 bis 2017 am Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere in Bonn zur Tischlerin ausgebildet. Im Zuge ihrer Ausbildung fertigte Anna Schmideder unter anderem Einbauschränke für die wissenschaftlichen Sammlungen des ZFMK sowie verschiedene Möbel und Modelle für die Ausstellungen des Museums. Mit ihrem Gesellenstück „ergonomische Liege mit Gästebettfunktion“ erzielte sie den ersten Platz beim Wettbewerb „Die gute Form 2017“ der Tischler-Innung Bonn/Rhein-Sieg.

Während eines einmonatigen Auslandspraktikums in Nepal engagierte sich Anna Schmideder in der Entwicklungszusammenarbeit und richtete für eine örtliche Partnerorganisation einen Konferenzraum für Weiterbildungen im Zuge von Alphabetisierungsmaßnahmen oder der Frauenförderung sowie für Englisch- und Deutschunterricht für junge Menschen ein.

Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung studiert Anna Schmideder seit 2017 an der Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg in Aachen.

 

Chiara D’Alonzo (34) absolvierte am Weierstraß-Institut für angewandte Analysis und Stochastik in Berlin eine Ausbildung zur mathematisch-technischen Softwareentwicklerin, die sie an ein vorangegangenes Mathematikstudium anschloss, das sie parallel zur Ausbildung in Teilzeit fortsetzte. Ihre Ausbildung beinhaltete herausfordernde Tätigkeiten in den Bereichen der numerischen Mathematik, stochastischer Verfahren, Algorithmik und deren Umsetzung am Computer einschließlich Datenbankprogrammierung.

Darüber hinaus unterstützte Chiara D’Alonzo das Institut mit speziellen Kenntnissen bei der technischen Realisierung verschiedener größerer Veranstaltungen und war stark in die Außendarstellung und Nachwuchsgewinnung des Instituts während des Tags der Mathematik und ähnlicher Veranstaltungen eingebunden.

Chiara D’Alonzo schloss ihre Ausbildung mit der Note sehr gut ab. Seit Juni 2017 ist sie als Softwareentwicklerin im wissenschaftlich-technischen Bereich am WIAS beschäftigt – eine Tätigkeit, die dort normalerweise nur mit Hochschulabschluss möglich ist.

 

Dorothee Eckhardt (25) machte von 2013 bis 2017 am Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut in Jena eine Ausbildung zur Biologielaborantin. Während der Ausbildung zeichnete sich Dorothee Eckhardt durch hohe Einsatzbereitschaft und ausgeprägte Teamfähigkeit aus, mit denen sie ihre Mit-Auszubildenden des eigenen und der Folgejahrgänge motivierte und förderte. Im dritten Ausbildungsjahr konnte sie bereits selbstständig Aufgaben einer ausgebildeten Biologielaborantin übernehmen. In der Abschlussprüfung der Industrie- und Handelskammer erreichte Dorothee Eckhardt ein sehr gutes Ergebnis.

Besonders engagierte sie sich auch im Bereich der Nachwuchsförderung des Instituts bei verschiedenen Informationsveranstaltungen für Schüler wie zum Beispiel dem „Forsche Schüler Tag“. Aktuell ist Dorothee Eckhardt als Technische Assistentin am HKI angestellt. Parallel erhält sie bis Ende 2019 ein Weiterbildungsstipendium für talentierte junge Fachkräfte aus dem Programm „Begabtenförderung berufliche Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

 

Leibniz-Auszubildendenpreis

Die Leibniz-Gemeinschaft berücksichtigt für den Auszubildenden-Preis neben sehr guten Noten auch die Integration in die Betriebe und soziales Engagement. Der Preis unterstreicht den hohen Stellenwert, den auch die nicht-wissenschaftliche Ausbildung in der Forschungsorganisation genießt. Das Preisgeld von insgesamt 2.000 Euro wird unter den drei Ausgezeichneten aufgeteilt. Der Preis wird sektionsübergreifend ausgelobt und bezieht alle in Leibniz-Einrichtungen bestehenden Ausbildungsgänge ein. Unter allen eingegangenen Bewerbungen werden drei Auszubildende von einem Komitee ausgewählt, das seine Vorschläge an die Leibniz-Preisjury übermittelt.

www.leibniz-gemeinschaft.de/ueber-uns/auszeichnungen/auszubildenden-preis/

 

In der Leibniz-Gemeinschaft waren im Jahr 2016 zum Stichtag 15. Oktober insgesamt 372 Auszubildende in 72 Leibniz-Instituten beschäftigt. Neben einer Ausbildung in weitverbreiteten Büro- und IT-Berufen werden in der Leibniz-Gemeinschaft auch 45 wissenschaftsnahe Ausbildungsberufe angebotenen; die häufigsten davon sind Biologie-, Chemie- oder Physiklaboranten, Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste sowie Tierpfleger mit der Fachrichtung Forschung und Klinik.

 

Pressefotos der Preisträger finden Sie unter <www.leibniz-gemeinschaft.de/medien/presse/pressebilder/>

 

Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft

Mirjam Kaplow

Tel.: 030 / 20 60 49 – 42

Mobil: 0172 / 843 35 49

<kaplow@leibniz-gemeinschaft.de>

 

Christoph Herbort-von Loeper

Tel.: 030 / 20 60 49 – 48

Mobil: 0174 / 310 81 74

<herbort@leibniz-gemeinschaft.de>

 

Die Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 91 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen - u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 18.700 Personen, darunter 9.500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,8 Milliarden Euro.

<www.leibniz-gemeinschaft.de>

 

Weitere Informationen: