Zum Hauptinhalt springenZum Hauptmenü springenZum Seitenmenü springenZur Suche springen
weiter zur Suchseite

Handel mit Wohnungspaketen verharrt auf geringem Niveau

Veröffentlicht am:27.07.2023
Veröffentlicht von:Christian Schlag
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
Kategorie:Forschungsergebnisse
Übersicht:

Im ersten Halbjahr 2023 handelten die Akteure am deutschen Wohnungsmarkt lediglich vier Mietwohnungsportfolios ab 800 Einheiten. Dabei wechselten 10.000 Wohnungen den Besitzer. Sowohl die Zahl der Transaktionen als auch die Zahl der gehandelten Wohnungen waren so niedrig wie zuletzt während der Finanzkrise 2009 und 2010. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in einer Auswertung seiner Datenbank Wohnungstransaktionen.

Beschreibung:

Im ersten Halbjahr 2023 handelten die Akteure am deutschen Wohnungsmarkt lediglich vier Mietwohnungsportfolios ab 800 Einheiten. Dabei wechselten 10.000 Wohnungen den Besitzer. Sowohl die Zahl der Transaktionen als auch die Zahl der gehandelten Wohnungen waren so niedrig wie zuletzt während der Finanzkrise 2009 und 2010. Zu diesem Ergebnis kommt das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in einer Auswertung seiner Datenbank Wohnungstransaktionen.

Lediglich ein Portfolio (Share Deal zwischen der Vonovia SE und Apollo Global Management) umfasste mehr als 5.000 Wohnungen, bei drei Transaktionen lag die Zahl zwischen 800 und 2.000. Hier traten zwei deutsche Privatunternehmen und eine Aktiengesellschaft als Verkäufer in Erscheinung.

Auch beim Handel mit kleineren Wohnungspaketen zwischen 100 und 800 Einheiten bewegte sich wenig. In den ersten sechs Monaten des Jahres erfasste das BBSR lediglich 20 Transaktionen mit insgesamt 4.000 Wohnungen. Davon entfielen 19 auf die Größenklasse zwischen 100 und 500 Wohnungen und eine Transaktion auf die Klasse 500 bis 800 Wohnungen. Insgesamt wird der Handel in diesem Segment weiterhin von Unternehmen und Aktiengesellschaften bestimmt, kommunale Akteure kauften lediglich zwei Portfolios mit insgesamt knapp 400 Wohnungen.

„Die hohe Inflation, die gestiegenen Zinsen und die schwächelnde Konjunktur sorgen weiterhin für eine große Unsicherheit am Markt“, sagt BBSR-Wohnungsmarktexperte Frederic Ostermann. „Durch die Zinswende hat sich die Fremdkapitalfinanzierung erheblich verteuert. Das könnte ehemals auf Wachstum setzende Unternehmen dazu bewegen, ihre Wohnungsportfolios abzustoßen und damit Schulden abzubauen.“

In der Datenbank Wohnungstransaktionen erfasst das BBSR seit 1999 Transaktionen von großen Mietwohnungsportfolios ab 800 Wohneinheiten. Zudem enthält die Datenbank seit dem zweiten Halbjahr 2006 auch Verkaufsfälle kleiner Wohnungsportfolios zwischen 100 und 800 Einheiten. Die Grundlage bildet eine systematische Recherche unterschiedlicher Print- und Internetquellen.

Das BBSR veröffentlicht aktuelle Ergebnisse in der Reihe BBSR-Analysen KOMPAKT. Weitere Informationen zur Datenbank finden Sie hier:

Kontakt:

Christian Schlag

Stab Direktor und Professor

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)

Deichmanns Aue 31–37

53179 Bonn

Telefon: +49 228 99 401-1484

christian.schlag@bbr.bund.de

***

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) berät als Ressortforschungseinrichtung die Bundesregierung bei Aufgaben der Stadt- und Raumentwicklung sowie des Wohnungs-, Immobilien- und Bauwesens.