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Land NRW fördert Forschungsnetzwerk “iBehave”

Veröffentlicht am:31.03.2022
Veröffentlicht von:Johannes Seiler
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Kategorie:Forschungsprojekte
Kooperationen
Übersicht:

Die nordrhein-westfälische Landesregierung unterstützt fünf herausragende Forschungsnetzwerke in zukunftsweisenden Forschungsfeldern mit insgesamt 81,2 Millionen Euro. Darunter ist auch “iBehave” unter Federführung der Universität Bonn, das mit rund 20 Millionen Euro gefördert wird. In dem Verbundprojekt geht es darum, wie das Gehirn das Verhalten von Menschen und Tieren steuert.

Beschreibung:

“Wir freuen uns sehr, dass unser Verbund iBehave nun von der nordrhein-westfälischen Landesregierung gefördert wird”, sagt Prof. Dr. Ilona Grunwald Kadow vom Institut für Physiologie II der Universität Bonn. “Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern haben wir nun die Möglichkeit, die Verhaltensanpasssungen von Menschen und Tieren an ihre Umwelt auf neurologischer Ebene grundlegend zu untersuchen.”

Menschen und Tiere leben in einer sich ständig verändernden Umwelt. Die Fähigkeit, das Verhalten flexibel an veränderte Anforderungen anzupassen, ist für alle Organismen entscheidend für ihr Gedeihen und Überleben. Folglich haben Menschen und Tiere die Fähigkeit entwickelt, Entscheidungen zu treffen, bei denen Nutzen und Kosten auf der Grundlage von Erwartungen abgewogen werden. Schwierigkeiten bei solchen Entscheidungen und in ihrer Umsetzung durch adaptive motorische Kontrolle sind zentrale Merkmale vieler neurologischer Krankheiten, doch die zugrundeliegenden Prozesse im Gehirn sind nur unzureichend verstanden. In iBehave arbeiten Forschende disziplin- und artenübergreifend zusammen, um überlebenswichtige Verhaltensweisen und die ihnen zugrundeliegenden neuronalen Netzwerke zu untersuchen.

“Wir wollen unter Einbeziehung der Computerwissenschaften und von Künstlicher Intelligenz besser verstehen, wie das Gehirn Verhalten, wie zum Beispiel Entscheidungen, steuert”, sagt Prof. Grunwald Kadow, die auch Mitglied im Transdisziplinären Forschungsbereich “Leben und Gesundheit” an der Universität Bonn ist. Im nächsten Schritt wollen die Forschenden ihre Erkenntnisse auf die Diagnose und Vorhersage von neurologischen Erkrankungen beim Menschen übertragen. Mittelfristig wollen iBehave-Forschende ihre Technologien und Erkenntnisse aus dem Labor in die Klinik bringen. “Wir sind überzeugt, dass unsere Methoden, Verhalten und Hirnaktivität zu analysieren, einen Paradigmenwechsel bei Diagnose und Therapie darstellen beziehungsweise herbeiführen könnten”.

Ziel des Förderprogramms ist es, bereits bestehende themenbezogene und standortübergreifende Forschungsnetzwerke von Universitäten, Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und außeruniversitären Forschungsreinrichtungen nachhaltig zu stärken, diese auszubauen und ihre Sichtbarkeit und internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Die Unterstützung ist ab August 2022 auf vier Jahre angelegt.

Beteiligte Institutionen

Neben der Universität Bonn sind an iBehave die Universität zu Köln, das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. (DZNE), das Forschungszentrum Jülich GmbH, das Max-Planck-Institut für Neurobiologie des Verhaltens – caesar und die Technische Hochschule Aachen beteiligt.

wissenschaftliche Ansprechpartner:

Prof. Dr. Ilona Grunwald Kadow

Institut für Physiologie II

Universität Bonn

Tel. 0228/7360101

E-Mail: Ilona.grunwald@uni-bonn.de