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Nachhaltig im Web: Hochschule Koblenz versteigert ausgesonderte Geräte bei virtueller Zoll-Auktion

Veröffentlicht am:15.01.2021
Veröffentlicht von:Christiane Gandner M.A.
Hochschule Koblenz - University of Applied Sciences
Kategorie:Buntes aus der Wissenschaft
Übersicht:

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten: Bei der Zoll-Auktion der Generalzolldirektion werden jedes Jahr unzählige gebrauchte Artikel verkauft und versteigert. In dem virtuellen Auktionshaus von Bund, Ländern und Gemeinden bieten Behörden wie Zoll und Polizei, ebenso wie Kommunen und Lehreinrichtungen ausgesonderte Geräte, Fahrzeuge und andere Gegenstände zum Verkauf an. Seit 2018 gehört auch die Hochschule Koblenz zu den Anbietern auf der Plattform.

Beschreibung:

„Die Landeshaushaltsordnung legt fest, dass wir nur Gegenstände veräußern dürfen, die zur Aufgabenerfüllung in absehbarer Zeit nicht mehr benötigt werden“, beschreibt Renate Kirchen vom Referat Beschaffung und Inventarisierung der Hochschule Koblenz die Bedingungen, um an der Zoll-Auktion teilzunehmen. Was die Hochschule Koblenz bereits meistbietend versteigert hat? „Das ist eine bunte Mischung aus verschiedensten Gegenständen“, erzählt Renate Kirchen. „Dazu gehören unter anderem eine Tischkreissäge, die alte Telefonanlage der Hochschule, eine Kamera oder ein 3-D-Drucker der ersten Generation. Seit 2018 haben wir fast 30 Artikel in der Zoll-Auktion eingestellt, nahezu alle davon wurden auch meistbietend verkauft.“ Der Vorteil der Plattform: Noch brauchbare Dinge müssen nicht sofort entsorgt werden, sondern werden einer weiteren, sinnvollen Verwendung zugeführt – der Umwelt zuliebe. So wird eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Recycling und damit Nachhaltigkeit innerhalb der Hochschule gefördert. Und als positiver Nebeneffekt fließt der erzielte Verkaufspreis wieder zurück an die Einrichtung.

Ausgesonderte Gegenstände der drei Hochschulstandorte in Koblenz, Remagen und Höhr-Grenzhausen landen in der Regel zuerst bei dem Team des Referats Beschaffung und Inventarisierung. Dort wird geprüft, in welchem Zustand sie sich befinden. Bevor ein ausgesondertes Gerät der Hochschule aber überhaupt bei der Zoll-Auktion versteigert werden kann, müssen von den Kolleginnen und Kollegen intern erst alle alternativen Verwendungsformen geprüft werden. Kann beispielsweise eine andere Abteilung der Hochschule das Gerät verwenden? Ist ein ganz anderes Einsatzgebiet denkbar? Erst wenn das verneint wird, kann ein Gegenstand nach Zustimmung der Kanzlerin der Hochschule auf der virtuellen Auktionsplattform angeboten werden.

Das Feedback aus den verschiedenen Fachbereichen der Hochschule sei sehr positiv, berichtet Renate Kirchen. Bislang habe man nur gute Erfahrungen mit dem Verfahren gemacht und die Bereitschaft, auch in Zukunft ausgesonderte Gerät meistbietend zu versteigern, sei groß. Auch in 2021 stehen bereits die ersten ausgesonderten Geräte bereit und warten darauf, bald über den Verkauf in der Online-Plattform einen neuen Einsatzort zu finden. Und wer kauft bei der Auktionsplattform des Landes? „Zu den Käuferinnen und Käufern gehören vor allem Privatleute, aber auch kleinere Firmen, die beispielsweise die Geräte als Ersatzteillager verwenden möchten oder aber Laborgerätschaften für Versuchsaufbauten benötigen“, ergänzt Kirchen. „Wenn Mitarbeitende privat Interesse an einem ausgesonderten Objekt haben, können sie dieses auch selbst über die Zoll-Auktion erwerben.“ Kommt eine Versteigerung aufgrund des schlechten Zustands eines Gegenstandes nicht in Frage, ist im letzten Schritt ein Verkauf als Schrott oder eine Entsorgung möglich.

Weitere Informationen und Angebote sind unter www.zoll-auktion.de abrufbar.

Weitere Informationen: