Zum Hauptinhalt springenZum Hauptmenü springenZum Seitenmenü springenZur Suche springen
weiter zur Suchseite

Studie zur Wirkung Kultureller Bildung auf Kreativität von Fünftklässlern gestartet

Veröffentlicht am:13.11.2015
Veröffentlicht von:Dr. Julia Wedel
Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft
Kategorie:Forschungsprojekte
Kooperationen
Übersicht:

Kooperationsprojekt von Alanus Hochschule und Universität Kassel

Wie wirkt sich Kulturelle Bildung auf die Kreativität von Fünftklässlern aus? Dieser Frage gehen Forscher der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn und der Universität Kassel in dem Kooperationsprojekt KuBiK5 nach. Mit Beginn des laufenden Schuljahres ist die erste Runde der Datenerhebung gestartet.

Beschreibung:

In mehr als 50 Schulklassen aus den Regionen Bonn/Rhein-Sieg, Köln und Kassel wurde die erste Runde der Datenerhebung im Rahmen des Forschungsprojektes KuBiK5, kurz für „Wirkung Kultureller Bildung auf Kreativität im 5. Schuljahr“, durchgeführt. Das Projekt ist Teil des „Forschungsfonds Kulturelle Bildung – Studien zu den Wirkungen Kultureller Bildung“– ein Projekt des Rats für Kulturelle Bildung e. V., gefördert durch die Stiftung Mercator. Eine unabhängige Kommission wählte KuBiK5 neben fünf weiteren Projekten aus insgesamt 78 eingegangenen Projektanträgen aus. Ziel des Kooperationsprojektes ist es, herauszufinden, in welcher Weise und Intensität Fünftklässler kulturelle Bildungsangebote wahrnehmen und wie sich die wahrgenommenen Angebote wiederum auf ihre Kreativität auswirken. Zum Projektteam gehören von der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn Nicole Berner, Juniorprofessorin für Kunstpädagogik und Wida Rogh, wissenschaftliche Mitarbeiterin sowie von der Universität Kassel Frank Lipowsky, Professor für Empirische Schul- und Unterrichtsforschung sowie geschäftsführender Direktor des Zentrums für empirische Lehr-/Lernforschung (ZELL), und Caroline Theurer, wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Kreativität ist entscheidend

„Bislang haben Bildungsforscher vorwiegend die Leistungsentwicklung von Schülern in den Blick genommen. Dass aber für eine positive Entwicklung der Schüler auch die Kreativität entscheidend ist, wurde wenig berücksichtigt“, erklärt Juniorprofessorin Nicole Berner. Laut Frank Lipowsky ist Kreativitätsförderung bundesweit in fast allen Lehrplänen fest verankert. „Man weiß bislang jedoch nur wenig darüber, welche Faktoren die Kreativitätsentwicklung beeinflussen“, erläutert er.

Kulturelle Bildung bietet viele Möglichkeiten

In der Studie KuBiK5 wird davon ausgegangen, dass Kulturelle Bildung von hoher Bedeutung für die Entwicklung der Persönlichkeit und der Kreativität ist. Kulturelle Bildung wird als unerlässlicher Bestandteil einer umfassenden Bildung betrachtet. In der Schule sind es meist die Fächer Kunst, Musik oder Sport, in denen die Kinder mit Kultureller Bildung in Berührung kommen. Neben diesen gibt es eine Reihe von außerschulischen Kulturellen Bildungsangeboten in beispielsweise Musikschulen und Kunstschulen oder im Rahmen von museumspädagogischen Projekten. „Es ist wichtig, dass wir die Wirkungsweisen und Effekte von Kultureller Bildung kennen, um daraus Rückschlüsse auf deren Stellenwert bei der Kreativitätsentwicklung ziehen zu können“, setzt Nicole Berner fort.

Wichtige Ergänzung zur bisherigen Forschung

Mit KuBiK5 wird die Wirkung von Kultureller Bildung auf Kreativität empirisch untersucht. „Das kreative Potential von Kindern wird durch das schulische wie außerschulische Umfeld beeinflusst. Um die positive Entwicklung zu unterstützen, ist es wichtig, empirisch zu untersuchen, welche Einflüsse förderlich sind“ erklärt Caroline Theurer. „Wir möchten die Entwicklung der Kreativität im fünften Schuljahr verfolgen und verschiedene Einflussmerkmale erfassen, damit wir mehr über die förderliche Wirkung Kultureller Bildung erfahren“, erläutert sie weiter. Die Studie unterscheidet sich von bisherigen Untersuchungen, indem neben schulischen und außerschulischen Merkmalen auch familiäre und individuelle Faktoren berücksichtigt werden. „Damit ist die Studie eine wichtige Ergänzung in der Forschungslandschaft“, erläutert Wida Rogh. Besonders mit Blick auf die immer lauter werdende Forderung nach Kultureller Bildung in Schulen ließen sich hier bedeutsame Ergebnisse erwarten.

Das Projektteam befragt die gleichen Klassen zwei Mal: Die erste Befragung wurde nun abgeschlossen. Ein zweites Mal gehen die Forscher im Herbst 2016 in die Schulklassen. „Es ist entscheidend, dass wir auch die Sommerferien mit in die Befragungen einbeziehen, denn wir vermuten, dass gerade über die Ferien die Schülerinnen und Schüler kulturelle Ferienangebote besuchen werden“, so Nicole Berner. Dies ermöglicht, differenzierte Aussagen über die Entwicklung im Verlauf des fünften Schuljahres zu treffen. Die Befragungen setzen sich aus kreativen Zeichen- und Schreibaufgaben sowie aus Fragen zu wahrgenommenen schulischen und außerschulischen Bildungsangeboten zusammen. „Wir freuen uns über die tolle Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern und sind auf die zweite Befragungsrunde sowie auf erste Ergebnisse der KuBiK5-Studie gespannt!“, so das Forscherteam.

Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft ist eine staatlich anerkannte Kunsthochschule in Alfter bei Bonn. Wichtiger Teil des Konzepts der Hochschule ist die Begegnung von Kunst und Wissenschaft. Unter ihrem Dach vereinigt sie Studiengänge aus den Bereichen Architektur, Bildende Kunst, Schauspiel, Eurythmie, Kunsttherapie, Pädagogik, Philosophie und Betriebswirtschaftslehre. Derzeit sind rund 1.400 Studenten eingeschrieben. Alle Studiengänge sind akkreditiert und staatlich anerkannt. Weitere Informationen: www.alanus.edu

Universität Kassel

Die Universität Kassel hat ein außergewöhnliches wissenschaftliches und künstlerisches Fächerspektrum, in dem die Themenfelder Natur, Technik, Kultur und Gesellschaft bearbeitet werden. Zu ihren Schwerpunkten zählt die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern ebenso wie die Forschung über Bildung – etwa im Zentrum für empirische Lehr-/Lernforschung (ZELL). Die Universität ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und hat im Wintersemester 2014/2015 rund 24.500 Studierende. Weitere Informationen: www.uni-kassel.de