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DAAD-Präsident mit Verdienstorden der Republik Kolumbien geehrt

Veröffentlicht am:12.12.2023
Veröffentlicht von:Michael Flacke
Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V.
Kategorie:Wissenschaftspolitik
Wettbewerbe / Auszeichnungen
Übersicht:

Professor Dr. Joybrato Mukherjee, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), ist zum Großoffizier („Gran Oficial“) des San-Carlos-Verdienstordens der Republik Kolumbien ernannt worden. Die Botschafterin von Kolumbien, Yadir Salazar-Mejía, überreichte gestern (11.12.) die Ehrung im Namen der kolumbianischen Regierung.

Beschreibung:

„Es ist mir eine große Freude, Prof. Dr. Joybrato Mukherjee auch im Namen von Außenminister Álvaro Leyva Durán mit dem San Carlos-Orden zu ehren, dem Symbol der kolumbianischen Diplomatie par excellence. Mit dieser Auszeichnung würdigen wir Professor Mukherjee, der sich durch sein Engagement und seine Entschlossenheit verdient gemacht hat, Kolumbien und Deutschland einander näher zu bringen, die Bildung zu fördern und kolumbianischen sowie deutschen Studierenden einen Wissensaustausch in verschiedenen Bereichen zu ermöglichen. In den vergangenen elf Jahren unterstützte Professor Mukherjee zudem Schaffung des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts ‚CAPAZ‘ und des Exzellenzzentrums für Meereswissenschaften ‚CEMarin‘, die Teil des weltweiten Netzwerks deutscher Exzellenzzentren für Forschung und Lehre sind. Beide Institutionen fördern die gemeinsame Forschung und akademische Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern und sind für die Wissenschaft von großem Wert“, sagte Yadir Salazar-Mejia, Botschafterin Kolumbiens in Deutschland.

Großes Engagement im akademischen Austausch

Joybrato Mukherjee erhält die Auszeichnung für sein langjähriges Engagement im akademischen Austausch mit dem südamerikanischen Land sowie für seine Unterstützung bei der wissenschaftlichen Begleitung des kolumbianischen Friedensprozesses. Dabei spielen sowohl die DAAD-Förderung des Deutsch-Kolumbianischen Friedensinstituts CAPAZ als auch die engen Verbindungen der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), die Mukherjee von 2009 bis 2023 als Präsident leitete, eine wichtige Rolle. CAPAZ forscht als binationales Konsortium aus zehn deutschen und 19 kolumbianischen Universitäten zu Friedensprozessen und Konflikttransformation und leistet wissenschaftsbasierte Politikberatung für den Friedensprozess in Kolumbien. Die JLU koordiniert neben CAPAZ auch das CEMarin, ein ebenfalls vom DAAD gefördertes deutsch-kolumbianisches Exzellenzzentrum in den Meereswissenschaften. Kolumbien hat sich in seiner bisherigen Zeit als DAAD-Präsident zum wichtigsten Herkunftsland Südamerikas für Stipendiatinnen und Stipendiaten entwickelt: Im vergangenen Jahr förderte der DAAD rund 2.400 kolumbianische Studierende und Forschende bei Aufenthalten in Deutschland.

Mukherjee ist seit dem 1. Oktober 2023 Rektor der Universität zu Köln, zuvor war er seit 2009 Präsident der Universität Gießen. Von 2012 bis 2019 war er Vizepräsident des DAAD, seit Januar 2020 ist er ehrenamtlicher Präsident des DAAD. Mukherjee ist gebürtiger Inder und im Rheinland aufgewachsen. Er studierte Anglistik, Biologie und Erziehungswissenschaft an der RWTH Aachen. Er wurde an der Universität Bonn promoviert und habilitierte sich ebenfalls in Bonn. 2003 erhielt er eine Professur für Englische Sprachwissenschaft an der Universität Gießen. Der 50-Jährige ist Mitglied in einer Reihe von wissenschaftlichen Beiräten und Kuratorien im In- und Ausland.

Der DAAD in Kolumbien

Der DAAD ist in Kolumbien seit 2005 zunächst mit einem Informationszentrum und seit 2020 mit einer DAAD-Außenstelle vertreten. Er fördert jedes Jahr rund 2.700 Auslandsaufenthalte von und nach Kolumbien. Zudem unterstützt er neben dem Friedensforschungsinstitut CAPAZ weitere große Kooperationsprojekte – beispielsweise das Exzellenzzentrum CEMarin im Bereich Meeresforschung und das Globale Zentrum für Klima und Umwelt „Transnational Centre for Just Transitions in Energy, Climate & Sustainability – TRAJECTS“.

Kolumbianische Studierende in Deutschland

Die Zahl der kolumbianischen Studierenden in Deutschland ist in den letzten zehn Jahren stetig gestiegen, von rund 2.200 Studierenden im Wintersemester 2013/14 auf über 3.700 im Wintersemester 2022/23, was einem Zuwachs von etwa 67 Prozent entspricht.

Deutsch-Kolumbianische Beziehungen

Diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Kolumbien gibt es bereits seit 1872. Im Jahr 1953 nahmen Kolumbien und die Bundesrepublik Deutschland diplomatische Beziehungen auf, auch zwischen Kolumbien und der DDR bestanden seit 1973 diplomatische Beziehungen. Erste Verbindungen westdeutscher Hochschulen nach Kolumbien gab in den 1960er Jahren. 1974 wurde erstmals ein DAAD-Lektorat an der Universidad Nacional de Colombia in Bogotá besetzt.

Presse-Kontakte:

DAAD

Michael Flacke

Leiter der Pressestelle / Pressesprecher – SB03

+49 228 882-454

presse@daad.de

Botschaft von Kolumbien in Deutschland

Patricia Salazar

Kommunikation

+4926396114

comunicaciones.ealemania@cancilleria.gov.co

wissenschaftliche Ansprechpartner:

Dr. Reinhard Babel

Leiter der DAAD-Außenstelle Bogotá

DAAD - Deutscher Akademischer Austauschdienst

Tel. + 57 601 3000339 ext. 11

babel@daad.de