Zum Hauptinhalt springenZum Hauptmenü springenZum Seitenmenü springenZur Suche springen
weiter zur Suchseite

Millionenförderung für Wettbewerbsprojekte und Vizepräsidentin wiedergewählt

Veröffentlicht am:24.11.2023
Veröffentlicht von:Christoph Herbort-von Loeper M.A.
Leibniz-Gemeinschaft
Kategorie:Wissenschaftspolitik
Personalia
Übersicht:

Auf ihrer Jahrestagung hat die Leibniz-Gemeinschaft die Projekte im Leibniz-Wettbewerb 2024 bewilligt – darunter elf Personenförderungen von Leibniz-Professorinnen und Nachwuchsgruppenleitungen. Außerdem wurde Barbara Sturm aus Potsdam erneut als Vizepräsidentin der Wissenschaftsorganisation gewählt.

Beschreibung:

Die Leibniz-Gemeinschaft hat sich zu ihrer 29. Ordentlichen Jahrestagung in Berlin getroffen. Dabei wurden unter anderem die Förderentscheidungen im Leibniz-Wettbewerbsverfahren 2024 gefällt und Wahlen im Vorstand der Wissenschaftsorganisation vorgenommen.

Neue Projekte im Leibniz-Wettbewerb:

Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft hat für den Leibniz-Wettbewerb 2024 die Förderung von 29 Vorhaben in einem Gesamtumfang von 25,6 Millionen Euro beschlossen:

Acht neue Leibniz-Professorinnen

Insgesamt acht international hervorragend ausgewiesene Wissenschaftlerinnen werden im Rahmen des Leibniz-Professorinnenprogramms nach erfolgter Berufung gefördert.

• Maja Adena (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung) befasst sich mit der Frage, wie die Verfügbarkeit und Nutzung von Informationen individuelle Verhaltensweisen und verschiedenartige Ungleichheiten zwischen Menschen beeinflusst.

• Saskia Brix (Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung am Standort Hamburg) plant das Monitoring der Tiefseefauna durch langfristige Probenentnahmen in der Subarktis, der Grenze zwischen dem Nordatlantik und dem Arktischen Ozean.

• Anjana Devi (Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden) plant den Aufbau eines Kompetenzzentrums für Atomlagenabscheidung und Nutzung dieser für zukünftige Nanotechnologien.

• Marie Fujitani (Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung in Bremen) erforscht Möglichkeiten für einen nachhaltigen Tourismus in tropischen Insel-Destinationen.

• Karolin Kirschenmann (ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim) untersucht das Zusammenwirken von Regulierung und Investorenpräferenzen bei der Bereitstellung von Kapital für die Transformation hin zu Klimaneutralität.

• Xiang Li (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle) widmet sich der Frage, welche Rolle multinationale Unternehmen bei der Weitergabe globaler Finanzschocks spielen.

• Janelle Pakan (Leibniz-Institut für Neurobiologie in Magdeburg) untersucht die Aktivierung sensorischer und motorischer neuronaler Schaltkreise im Gehirn während des Lernens.

• Yana Vaynzof (Leibniz-Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung Dresden) fokussiert in ihrem Projekt auf das Nano-Engineering von Perowskit-Materialien zur Anwendung in der Photovoltaik.

Drei neue Leibniz-Junior Research Groups

Für die Leitung von Leibniz-Junior Research Groups sind drei herausragende junge Wissenschaftler ausgewählt worden. Mit diesem Programm fördert die Leibniz-Gemeinschaft die frühe wissenschaftliche Selbständigkeit durch die Leitung einer unabhängigen Nachwuchsgruppe:

• Nikolai Badenhoop (Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE in Frankfurt am Main) plant eine umfassende Analyse des rechtlichen Rahmens sogenannter nachhaltiger Finanzprodukte in Europa.

• Mozes Blom (Museum für Naturkunde – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung in Berlin) führt Genomanalysen von Museumsexponaten zur Beantwortung wichtiger Fragen in der Evolutionsbiologie und Biodiversitätsforschung durch.

• Hiroki Tanaka (Leibniz-Institut für Kristallzüchtung in Berlin) beschäftigt sich mit der Züchtung hochreiner Kristalle zur Anwendung in der Photonik.

Neue Projekte im Leibniz-Transfer und im Programm Leibniz-Kooperative Exzellenz

Eines der beiden geförderten Transfer-Projekte widmet sich der Entwicklung einer App zur Unterstützung des selbstregulierten Lernens von Kindern, ein anderes der Entwicklung einer cloudbasierten Software für dichtefunktionaltheoretische Berechnungen. Erstmals wurde in diesem Jahr explizit zur Einreichung von risikoreichen Projekten mit dem Potential eines wissenschaftlichen Durchbruchs aufgerufen. Acht Projekte dieser Art werden gefördert, unter anderem ein Zentrum für Replikationsstudien und Meta-Wissenschaft in der Verhaltensökonomie, Versuche zur effizienten in vitro-Produktion sogenannter T-Helferzellen und die Entwicklung einer neuen Generation von semitransparenten Perowskit-Solarzellen durch die Integration von plasmonischen Nanopartikeln. Weitere acht Projekte bearbeiten in besonders innovativen Kooperationen unter anderem öko-evolutionäre Dynamiken und verbesserte Resilienz von städtischen Teichen und die Herausforderungen ‚lebender‘ Archive für die geschichtswissenschaftliche Wissensproduktion.

Mehr zum Leibniz-Wettbewerb und den geförderten Projekten unter

Wiederwahl einer Vizepräsidentin:

Die Mitgliederversammlung der Leibniz-Gemeinschaft hat die Potsdamer Agrartechnikerin Barbara Sturm erneut als Vizepräsidentin in ihren Vorstand gewählt. Sie ist Wissenschaftliche Direktorin des Leibniz-Instituts für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB) in Potsdam sowie Professorin für Agrartechnik in bioökonomischen Systemen an der Humboldt-Universität zu Berlin. Barbara Sturm wurde für eine weitere zweijährige Amtszeit in den fünfköpfigen Vorstand gewählt. Auch in ihrer zweiten Amtszeit bleibt sie Präsidiumsbeauftragte und Vorsitzende der Steuerungsgruppe Nachhaltigkeit der Leibniz-Gemeinschaft. In ihrer wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt sich Barbara Sturm unter anderem mit Systemansätzen zur ressourcenschonenden Verarbeitung von Lebensmitteln sowie mit der Energie- und Prozesseffizienz in Lebensmittelverarbeitung und Tierhaltung. Hierbei nimmt sie neuartige Prozessteuerungen und den Einsatz Digitaler Zwillinge in den Fokus. Als Präsidentin der Europäischen Gesellschaft der Agrartechniker (European Society of Agricultural Engineers) setzt sie sich für eine intensive Zusammenarbeit aller Akteure für eine zukunftsfähige Landwirtschaft ein.

Mehr zu Barbara Sturm online unter

Ein Pressefoto der wiedergewählten Leibniz-Vizepräsidentin Barbara Sturm findet sich online unter

Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft:

Christoph Herbort-von Loeper

Tel.: 030 / 20 60 49 - 471

Mobil: 0174 / 310 81 74

Die Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 97 eigenständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 20.500 Personen, darunter 11.500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Das Finanzvolumen liegt bei zwei Milliarden Euro.