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08.12.2017

"Innovative Hochschule" bringt H-BRS Entwicklungsschub

Im Juli ist die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg als Gewinnerin im Bund-Länder-Wettbewerb "Innovative Hochschule" benannt worden. Mit ihrem Konzept "Campus to World" hat sie die Gutachter überzeugt und wird in den kommenden fünf Jahren eine sogenannte Innovation Mall für ihre Forschungs- und Transferaktivitäten aufbauen. Den Bewilligungsbescheid über zunächst 7,6 Millionen Euro hat die Hochschule nun erhalten und kann ab 1. Januar 2018 mit den ersten Transferprojekten starten. Für die ein Jahr später beginnenden Projekte darf die H-BRS mit weiteren 1,1 Millionen rechnen.

"Campus to World bringt uns einen gewaltigen Schub, der umfänglich und positiv in die Region hineinstrahlen wird", sagt Hochschulpräsident Hartmut Ihne hoch erfreut. "Mit diesem Projekt wollen wir bis 2022 als Hochschule qualitativ und quantitativ den nächsten Entwicklungssprung schaffen."

Im Zentrum von Campus to World steht neben Lehre und Forschung der Transfer als "Dritte Mission". War damit früher primär der Technologietransfer in die Industrie gemeint, ist heute die intensive Einbeziehung der Gesellschaft und der Bürger gefordert. Die H-BRS greift dies auf, indem sie technologieorientierte Projekte eng mit Fragen der akademischen Verantwortung, der Integration und der Einbeziehung der Gesellschaft verzahnt. "Die geplante Innovation Mall steht dabei bildlich für den offensiven Ansatz der H-BRS. 'Campus to World' bedeutet offene Türen in die Hochschule und ein aktives Zugehen auf die Partner in der Region", so Ihne.

Am 1. Januar 2018 beginnen zeitgleich zunächst sechs Teilprojekte von Campus to World. Zwei Umsetzungsprojekte mit längerer Planungs- und Vorbereitungszeit gehen später ins Rennen. Das Zentrum für Wissenschafts- und Technologietransfer (ZWT) der Hochschule koordiniert die Vorhaben und wird sich in diesem Zuge als Zentrum für Transfer und Forschungsmanagement etablieren. "Dies ist ein wesentlicher Teil der Strategie", erklärt Projektleiter Dr. Udo Scheuer vom ZWT. Strukturelle Beiträge zum Transfer sind die "Showrooms" auf den Gebieten Sicherheit (Biometrie und Forensik) und Digitalisierung (Visualisierung).

Ebenso gehören folgende Teilvorhaben dazu: "Kommunale Innovationspartnerschaften" - zunächst ein Pilotprojekt - sollen dazu beitragen, die positiven Transfereffekte in der Nähe der drei Standorte der H-BRS in Regionen jenseits des engeren Campus-Umfeldes zu tragen und damit die Reichweite der Hochschule in ihrer Wirkung zu erhöhen. Das "Zentrum für Ethik und Verantwortung" wird Fragen der Ethik und des verantwortungsvollen Handelns gemeinsam mit der interessierten Bevölkerung aufgreifen und diskutieren. "CitizenLab" schließlich ist das Teilvorhaben mit Fokus auf den Wissenstransfer in die Bürgergesellschaft.

Mit der vorliegenden Bewilligung können nun ab Januar 2018 zunächst 17 Mitarbeiter die Arbeit in den Teilprojekten aufnehmen. Ein "Projektbeirat Innovative Hochschule" wird das Gesamtvorhaben begleiten.

Umsetzungsprojekte mit längerer Vorbereitungszeit sind „Innovative Trainingskonzepte für den Mittelstand“ im Themenfeld Digitalisierung und „Technologievalidierung für die Detektion energetischer Systeme“ im Themenfeld Sicherheit – beide setzen auf die vorbereitenden Aktivitäten im Rahmen der Showrooms auf und sollen 2019 starten. Die H-BRS kann für diese beiden Projekte weitere 1,1 Millionen Euro erwarten.

Die komplette Pressemeldung finden Sie auf der Seite der Hochschule Bonn Rhein-Sieg >>