home
Suche
02.11.2017

Nachwuchssicherung und Karriereförderung durch berufliche Bildung

Veröffentlicht am:

02.11.2017

Veröffentlicht von:

Andreas Pieper
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Kategorie:

Studium und Lehre

Forschungs- / Wissenstransfer

 

Übersicht:

Hermann-Schmidt-Preis 2018: Bewerbungsfrist endet am 19. Januar

 

In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um rund 100.000 zurückgegangen. Dies geht in erheblichem Maß auf den Rückgang bei den Schulabgängern zurück, doch entscheiden sich auch immer mehr junge Menschen für ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule.

 

Beschreibung:

Nach wie vor ist das Interesse der Jugendlichen an einer dualen Berufsausbildung aber vorhanden. Der Anteil der Jugendlichen mit Studienberechtigung unter den Auszubildenden wächst. Es gibt jedoch große Unterschiede zwischen den Berufen. Bestimmte Ausbildungsberufe stoßen bei den Jugendlichen auf wenig Interesse, betroffen sind insbesondere einige Handwerksberufe. Die Zahl unbesetzter Ausbildungsplätze erreicht neue Rekordwerte, während andere Ausbildungsberufe zum Teil hoffnungslos überlaufen sind. Folge: Die Passungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt verschärfen sich.

 

Laut einer BIBB-Befragung setzen die Fachkräfte von morgen bei der Wahl ihres Ausbildungsbetriebs vor allem auf Sicherheit und ein gutes Betriebsklima. Es geht ihnen in erster Linie um das Potenzial des Betriebs als langfristiger Arbeitgeber. Dies machen sie vor allem an einem guten Image, einem positiven Betriebsklima, einer guten Ausbildungsqualität und an guten Übernahmechancen fest.

 

Welche Konsequenzen ergeben sich hieraus für die künftige Nachwuchsgewinnung durch die Betriebe? Welche Rekrutierungsstrategien, welche Kooperationsformen und Netzwerke erweisen sich als tragfähig, um die Attraktivität der beruflichen Bildung zu fördern? Und wie können betriebliche Berufslaufbahnkonzepte zur Karriereförderung oder Modelle zur Integration von Seiteneinsteigern aussehen?

 

Das Thema des Wettbewerbs um den „Hermann-Schmidt-Preis 2018“ lautet deshalb „Nachwuchsgewinnung und Karriereförderung durch berufliche Bildung“. Mit dem Preis des Vereins „Innovative Berufsbildung e.V.“ werden gezielt Projekte und Initiativen prämiert, die innovative, beispielhafte und bewährte Konzepte und Modelle zur Nachwuchssicherung und Karriereförderung durch die duale Berufsbildung entwickelt und erfolgreich umgesetzt haben. Die Bewerbungsfrist endet am 19. Januar 2018. Der Verein „Innovative Berufsbildung e.V.“ wird getragen vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und dem W. Bertelsmann Verlag (wbv).

 

Bei einer Bewerbung sind folgende Bereiche von besonderem Interesse:

 

• Netzwerke für Ausbildungskarrieren

• Integration von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern

• Betriebliche Karrieremodelle

• Integration von Aus- und Weiterbildung, zum Beispiel Berufslaufbahnkonzepte

 

Duale Studiengänge sind vom Wettbewerb ausgeschlossen.

 

Antragsberechtigt sind Betriebe, berufliche Schulen und berufliche Bildungseinrichtungen in Kooperation mit Betrieben und/oder beruflichen Schulen.

 

Der Hermann-Schmidt-Preis 2018 wird durch eine unabhängige Fachjury vergeben. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro dotiert. Darüber hinaus kann die Jury bis zu drei weitere Wettbewerbsbeiträge mit einem Sonderpreis auszeichnen, der jeweils mit 1.000 Euro dotiert ist.

 

Die Preisverleihung findet öffentlichkeitswirksam im Zusammenhang mit dem BIBB-Kongress im Juni 2018 in Berlin statt.

 

Der Verein „Innovative Berufsbildung e.V.“ lädt hiermit zur Teilnahme am Wettbewerb ein.

 

Die Bewerbungsunterlagen können angefordert werden bei:

 

Geschäftsstelle „Innovative Berufsbildung e. V.“

c/o Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Leitungsbüro

Robert-Schuman-Platz 3

53175 Bonn

Telefon: 0228 / 107-2833

E-Mail: <leitungsbuero@bibb.de>

Internet: <www.bibb.de/hermannschmidtpreis>

 

Zum Hintergrund:

Ziel des 1996 vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Bonn, und dem W. Bertelsmann Verlag (wbv), Bielefeld, gegründeten gemeinnützigen Vereins „Innovative Berufsbildung e.V.“ ist es, innovative Entwicklungen in der Berufsbildungspraxis zu initiieren, zu fördern und öffentlich bekannt zu machen. Mit dem jährlich vom Verein verliehenen „Hermann-Schmidt-Preis“ werden besondere Leistungen in ausgewählten Bereichen der beruflichen Bildung ausgezeichnet. Namensgeber des Wettbewerbs ist Prof. Dr. Hermann Schmidt, der von 1977 bis 1997 Präsident des BIBB war.

Bei Abdruck Belegexemplar erbeten.