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26.10.2017

Forschungsdaten – die Ressource für die Zukunft

Veröffentlicht am:

26.10.2017

Veröffentlicht von:

Christoph Herbort-von Loeper M.A.
Leibniz-Gemeinschaft

Kategorie:

Wissenschaftspolitik

 

Übersicht:

Leibniz-Gemeinschaft unterstützt „European Open Science Cloud“

 

Beschreibung:

Die Leibniz-Gemeinschaft begrüßt die heute veröffentlichte Erklärung der Europäischen Kommission zur Entwicklung einer „European Open Science Cloud“ (EOSC) und hat ihre aktive Unterstützung bei deren Umsetzung zugesagt. Die EOSC soll innerhalb der EU einen verlässlichen Zugang zu Forschungsdaten über fachliche und geografische Grenzen hinweg sicherstellen.

 

Leibniz-Präsident Matthias Kleiner sagt dazu: „Die Digitalisierung verändert die Forschung in ganz grundsätzlicher Weise und eröffnet Möglichkeiten für neue Erkenntnisse, die bis vor kurzem kaum denkbar waren. Forschungsdaten werden dabei eine der wertvollsten wissenschaftlichen Ressourcen der Zukunft sein. Sie langfristig allgemein zugänglich und nutzbar zu machen, ist eins der zentralen Ziele für die European Open Science Cloud. Die Leibniz-Gemeinschaft wird dafür ihre breite Expertise in der Produktion und im Management von Forschungsdaten in die EOSC einbringen.“

 

In einer Stellungnahme zur jetzt von der EU-Kommission veröffentlichen EOSC-Erklärung (<https://ec.europa.eu/research/openscience/index.cfm?pg=open-science-cloud>) bietet die Leibniz-Gemeinschaft daher konkrete Unterstützung an, um die EOSC zum zentralen europäischen Forschungsdaten-Zugang zu entwickeln:

Die Leibniz-Gemeinschaft wird das Bewusstsein ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die Bedeutung der Produktion von öffentlich verfügbaren Forschungsdaten erhöhen. Dazu gehört auch, Anreize zu schaffen, Forschungsdaten zu publizieren und dies als akzeptierte Form wissenschaftlicher Produktivität anzuerkennen. Darüber hinaus sichert die Leibniz-Gemeinschaft zu, die Ausbildung von Forschungsdaten-Beauftragten auszubauen und zu fördern, die mit dazu beitragen soll, eine langfristige Verfügbarkeit von Forschungsdaten zu gewährleisten. Die Leibniz-Gemeinschaft sichert außerdem ihre Unterstützung bei der Entwicklung von Standards für das Forschungsdaten-Management zu.

Die Stellungnahme der Leibniz-Gemeinschaft zur EOSC-Erklärung finden Sie im Volltext online unter <http://bit.ly/Leibniz-EOSC-Declaration>.

 

Mit ihrem Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0 und dem Kompetenznetzwerk für Forschungsdaten „LeibnizData“ verfügt die Leibniz-Gemeinschaft über eine breite Expertise im Forschungsdatenmanagement, das sich unter anderem aus ihren Fachinformationszentren und Zentralbibliotheken, ihren naturkundlichen und lebenswissenschaftlichen Sammlungen sowie aus der sozialwissenschaftlichen Umfragemethodik und Längsschnittstudien speist.

 

Auf politischer Ebene sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Leibniz-Gemeinschaft auf zahlreichen Ebenen beratend in Bezug auf Forschungsdaten tätig: im nationalen Rat für Informationsinfrastrukturen sowie auf europäischer Ebene in der EOSC-High Level Policy Platform durch Leibniz-Präsident Matthias Kleiner und Johannes Vogel, Generaldirektor des Museums für Naturkunde – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, und in der High Level Expert Group für die EOSC durch den Direktor der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, Klaus Tochtermann.

 

Weiterführende Informationen:

- Forschungsdaten in der Leibniz-Gemeinschaft: <www.leibniz-gemeinschaft.de/infrastrukturen/forschungsdaten/>

- LeibnizData Kompetenznetzwerk für Forschungsdaten in der Leibniz-Gemeinschaft: <www.leibniz-gemeinschaft.de/infrastrukturen/forschungsdaten/leibniz-data/>

- Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0: <www.leibniz-science20.de/de/>

- Forschungsdatenzentren der Leibniz-Gemeinschaft: <www.leibniz-gemeinschaft.de/infrastrukturen/forschungsdaten/forschungsdatenzentren/>

 

Pressekontakt für die Leibniz-Gemeinschaft

Mirjam Kaplow

Tel.: 030 / 20 60 49 – 42

Mobil: 0172 / 843 35 49

<kaplow@leibniz-gemeinschaft.de>

 

Christoph Herbort-von Loeper

Tel.: 030 / 20 60 49 – 48

Mobil: 0174 / 310 81 74

<herbort@leibniz-gemeinschaft.de>

 

Die Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 91 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen - u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 18.700 Personen, darunter 9.500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,8 Milliarden Euro.

 

Weitere Informationen: